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Thüringen zeigt Lösungswege für eine wertvolle Ressource mit Gefahrenpotenzial
Unter dem Titel „Fachtagung Wasser – Eine wertvolle Ressource. Mit Gefahrenpotenzial. Schäden vorbeugen. Werte sichern.“ fand am 13. Januar 2026 in der Erlebnisbrauerei Watzdorf bei Bad Blankenburg eine Fachtagung mit Thüringer Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Praxis, organisiert von Saale Wirtschaft e. V., statt.
Deutschland und insbesondere Thüringen als eines der talsperrenreichsten Bundesländer verfügen über hochwertige Wasserressourcen und eine grundsätzlich stabile Wasserversorgung. Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und private Haushalte profitieren davon. Gleichzeitig wachsen jedoch die Herausforderungen: Klimawandel, steigender Investitionsbedarf in Infrastruktur und Gebäudetechnik, demografische Veränderungen sowie hybride Bedrohungen und Sabotage erhöhen die Komplexität der Wasserwirtschaft deutlich.
Das abwechslungsreiche Vortragsprogramm zeigte eindrucksvoll, dass Thüringen nicht nur über wertvolle Wasserressourcen, sondern auch über ein starkes Netzwerk engagierter Akteure verfügt, die gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten.
Aus der Wissenschaft stellte der Thüringer Wasser-Innovationscluster ThWIC, vertreten durch den Clustersprecher Prof. Dr. Michael Stelter, neue Technologien aus den Bereichen Sensorik und Wasserbehandlung sowie seinen interdisziplinären Ansatz vor, der technische Innovationen gezielt mit sozialen Fragestellungen verbindet. Das Leistungszentrum InSigNa, vertreten durch Dr. Peter Hauschild, präsentierte Perspektiven digitaler und sensorischer Lösungen für die Wasserwirtschaft.
Die praxisnahen Beiträge der Thüringer Fernwasserversorgung, des regionalen Zweckverbands ZWA Saalfeld-Rudolstadt sowie des Gewässerunterhaltungsverbands Schwarza/Königseer Rinne verdeutlichten, wie viel Engagement in Thüringen in die Sicherung der Wasserversorgung sowie in den Schutz vor Hochwasser und Starkregen investiert wird.
Auch die Innovationskraft Thüringer Unternehmen wurde deutlich sichtbar: Vorgestellt wurden unter anderem neue Verfahren der Nano-Osmose zur Sicherung höchster Wasserqualität, Lösungen zur Wärme- und Energierückgewinnung aus dem Boden sowie prämierte Technologien zum präventiven Schutz von Leitungswassersystemen. Beiträge zu Risikomanagement, Leckagefrüherkennung und zur gutachterlichen Bewertung von Wasserschäden rundeten das Programm ab.
Die Fachtagung machte deutlich: Thüringen ist hervorragend aufgestellt, um den zukünftigen Herausforderungen der Wasserwirtschaft zu begegnen. Wissenschaft, Wirtschaft, Versorgungsträger und Versicherungswesen arbeiten eng zusammen, um Wasserressourcen zu schützen, Schäden zu vermeiden und Werte langfristig zu sichern.
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