IWIP
Projekttitel: Industrielle Wasserwiederverwendung in Industrieparks
Laufzeit: 01.04.2026 bis 31.03.2029
Kurzbeschreibung des Projekts
Das ThWIC-Projekt IWIP ermöglicht die zukunftssichere Wasserversorgung von Industrieparks durch ein optimiertes Ressourcenmanagement und die Schließung von Wasserkreisläufen.
Durch den Klimawandel und den steigenden Wasserbedarf unterschiedlicher Bedarfsträger wird es künftig auch in Deutschland häufiger zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen. Von besonderer Relevanz – sowohl bezüglicher lokaler Verteilungskonflikte als auch überregionaler Versorgungssicherheit - sind Industrieparks, gekennzeichnet durch heterogene Ansiedlungen industrieller Großverbraucher. Gleichzeitig bieten diese Standorte jedoch auch ein großes Potenzial für ein unternehmensübergreifendes und ganzheitlich effizienteres Wassermanagement.
Hier setzt das ThWIC-Projekt IWIP an. Entwickelt werden Konzepte für eine modernisierte und flexiblere Wasserversorgungsinfrastruktur in Industrieparks – demonstriert und umgesetzt in enger Kooperation maßgeblicher Akteure aus Industrie und Forschung am repräsentativen Beispiel des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen. Zielstellung ist es dabei, vorhandene Wasserressourcen – etwa Frischwasser, Prozesswasser und aufbereitetes Abwasser – in Kreisläufen und kaskadierten Umsetzungskonzepten optimal zu nutzen. Eine enge digital unterstützte und physisch umgesetzte Vernetzung der beteiligten Produktions- und Behandlungsanlagen ermöglicht es, Wasserströme effizient zu steuern und mehrfach zu nutzen.
Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen dient zudem als Anwendungszentrum für neue Technologien zur Analyse und Reinigung von Wasser im Bereich der chemischen Industrie. Am Standort werden unter anderem Technologien aus den ThWIC-Projekten KARLsens und TOPIC unter realen Bedingungen erprobt.
IWIP trägt damit dazu bei, integrative Konzepte und übertragbare Handlungsleitfäden zu entwickeln, um Wasserressourcen in Industrieparks nachhaltig zu nutzen und die industrielle Wasserversorgung langfristig resilienter zu gestalten.
Beteiligte Institutionen und Unternehmen
- Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Soziologie, Professur allgemeine und theoretische Soziologie
- GKW - Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbHExterner Link
- Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTSExterner Link
- Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbHExterner Link
- Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbHExterner Link
- ILMOTRONICS GmbHExterner Link
Kontakt
Anja Gerbeth
- Telefon
- +49 351 2553-7350
012777 Dresden Google Maps – LageplanExterner Link
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