Einsatz von Laborrobotik bei der Probenahme

Rückblick auf die erste Umsetzungsphase

ThWIC zieht positive Zwischenbilanz
Einsatz von Laborrobotik bei der Probenahme
Foto: Annegret Kolarow, Fraunhofer IKTS
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ThWIC präsentiert Ergebnisse der ersten Umsetzungsphase 

Der Thüringer Wasser-Innovationscluster ThWIC zieht knapp drei Jahre nach seiner Gründung Bilanz. Clustersprecher Prof. Michael Stelter bringt es auf den Punkt: „Wir haben ein leistungsfähiges Bündnis geschaffen, um Spitzentechnologie aus der Universität und den Instituten in die regionale Wirtschaft zu überführen und die Gesellschaft für Wasserfragen zu sensibilisieren. Dabei zeigen wir, dass neben naturwissenschaftlicher Exzellenz auch die Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar sind: Wir lernen nicht nur, wie man Wasser analysiert und reinigt, sondern auch, wie man es wertschätzt - und wie sich diese Wertschätzung in gute Entscheidungen und wirtschaftliche Aufbruchstimmung umsetzen lässt.“

Zentrale Ergebnisse der ersten Umsetzungsphase des ThWIC

Zu den vielversprechenden chemisch-technischen Ergebnissen der ersten Projektphase zählt ein digitaler, elektrochemischer Sensor für die organische Belastung von Abwässern. Für das an der Universität Jena entstandene Patent ist bereits eine Übernahme an den Projektpartner vorgesehen, der das System zukünftig am Markt anbieten könnte.

Darüber hinaus sind mehrere Patente für eine automatisierte, modulare und skalierbare Aufbereitungsplattform für unterschiedliche Wasserproben angemeldet worden.

In Zusammenarbeit mit dem ThWIC hat sich mit in|stead GmbH ein Unternehmen aus der Universität Jena ausgegründet, das Oberflächenbeschichtungen für Textilien und technische Materialien anbietet. Die Schichten sind biologisch abbaubar und nicht toxisch. Mit ihnen können die Materialien Wasser abweisen oder Schadstoffe binden.

Neben mehr als 100 Vorträgen auf Fachkonferenzen sowie der Organisation von ungefähr 50 Veranstaltungen, die national und international für wachsende Sichtbarkeit des Themas Wasser gesorgt haben, ist in der ersten Umsetzungsphase ein Zertifikatsprogramm und eine Ringvorlesung für Nachhaltigkeit an der Universität etabliert worden.

Mehr als eine Million weiterer Fördermittel eingeworben

Darüber hinaus hat THWIC insgesamt über eine Million Euro an weiteren Fördermitteln für Projekte und für das Symposium »Wasser als öffentliche Angelegenheit – Water Literacy« eingeworben. Damit, so Clustersprecher Stelter, lassen sich Kompetenzen und Strukturen aufbauen, um Innovationsprozesse besser als bisher in die Gesellschaft zu tragen. In der sich nun anschließenden neuen Förderperiode, die 2026 startet und bis 2029 läuft, soll ThWIC noch praxisnäher werden. Außerdem wird das Clustergebiet über Thüringen hinaus auf die Metropolregion Mitteldeutschland ausgedehnt.

Kontakt

Anika Kirschstein
Professur Technische Umweltchemie
Porträtfoto Anika Kirschstein
Foto: privat
Philosophenweg 7a
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link