Thüringer Umwelttag 2025
Am 9. September 2025 in Ilmenau
Vortrag von Prof. Dr. Michael Stelter beim Thüringer Umwelttag 2025
Foto: intern
- Outreach
Meldung vom:
ThWIC setzt Impulse zum Thema Wasser beim Thüringer Umwelttag 2025
Der Thüringer Umwelttag der Industrie und Handelskammern fand am 9. September 2025 erneut als zentrale Plattform für den Austausch zu zukunftsweisenden Umweltthemen statt. In Kooperation mit dem Thüringer Wasser Innovationscluster ThWIC stand in diesem Jahr das Thema Wasser im Fokus. Es gilt als zunehmend kritischer Standortfaktor für die Thüringer Wirtschaft.
Angesichts zunehmender Wasserknappheit, steigender Temperaturen sowie wachsender Risiken durch Starkregenereignisse und Hochwasser rückt die sichere und nachhaltige Wasserversorgung immer stärker in den Mittelpunkt unternehmerischer Entscheidungen. Produktionsausfälle infolge von Wassermangel oder Betriebsunterbrechungen durch Extremwetterereignisse stellen reale Risiken für viele Unternehmen dar.
Das Fachprogramm des Thüringer Umwelttages 2025 gliederte sich in drei thematische Schwerpunkte. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Wasserversorgung in Thüringen, aktuelle Herausforderungen der Wasserbehandlung sowie neue Wassertechnologien aus Thüringen. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine begleitende Fachausstellung, in der sich Thüringer Unternehmen und Institutionen mit innovativen Lösungen, Projekten und Dienstleistungen präsentierten.
Neue Daten und Analysen des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz zeigen deutlich, dass die zukünftige Wasserversorgung in Thüringen ein Umdenken erfordert. Neben einer signifikanten Temperaturerhöhung nimmt auch die Gefahr durch Starkregen und Überschwemmungen zu. Gleichzeitig bieten neue Kartenwerke und Prognosemodelle des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie die Möglichkeit, besonders gefährdete Regionen bereits heute zu identifizieren und gezielt Vorsorgemaßnahmen abzuleiten.
Positive Impulse lieferte der Umwelttag zudem im Bereich der Wasserbehandlung sowie der Wiederverwendung von Wasser. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Unternehmen verstärkt in eigene Wasseraufbereitungsanlagen investiert. Beispiele dafür sind die Papierfabrik Adolf Jass GmbH und Co. KG sowie die BIM Putztuch GmbH. Parallel dazu wurden innovative Technologien zur Überwachung, Filterung und Wiederverwendung von Wasser entwickelt. Dies verdeutlichten unter anderem die Beiträge der WTA UNISOL GmbH und der IL Metronic Sensortechnik GmbH.
„Für Thüringer Unternehmen bedeutet das Thema Wasser nicht nur eine neue Herausforderung, sondern bietet auch die Chance auf wirtschaftlichen Mehrwert“, betonte Prof. Dr. Michael Stelter, Clustersprecher des ThWIC, der den Thüringer Umwelttag 2025 moderierte. Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass Wasserwirtschaft, Klimaanpassung und Innovation eng miteinander verknüpft sind und für den Wirtschaftsstandort Thüringen eine zentrale Rolle spielen.
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